30.09.2026 | 19:00 - 20:30 Uhr
Kursteilnehmer:innen
30.09.2026 | 19:00 - 20:30 Uhr
Dieser Termin ist auf maximal 300 begrenzt
Kursgebühr: € 9
Studierende mit Nachweis: € 0
29266
Mi., 30.09.2026, 13:00
Prof. Dr. Patrick Zoll SJ
Auch in Europa ist ein weiterer Schritt in der ideologischen Neugestaltung der Beziehung zwischen Katholizismus und Politik zu beobachten. Integralistische Strömungen, die nach mittelalterlichem Vorbild zu einem konfessionell geprägten Staat zurückkehren wollen, sind auf dem Vormarsch.
Katholische Neo-Integralisten argumentieren, dass die Kirche sich staatlicher Zwangsgewalt bedienen darf und sollte, um religiöse Ziele zu verfolgen. Sie plädieren dafür, dass das Gemeinwohl zwingend dem katholischen Seelenheil untergeordnet werden müsse. Zentrale Errungenschaften der westlichen Zivilisation, wie Demokratie, die Trennung von Kirche und Staat und Glaubensfreiheit, werden damit offen infrage gestellt. Steckt dahinter die Versuchung, durch einen "kulturellen Katholizismus" wieder eine neue Bedeutung in Gesellschaft und Politik zu erlangen? Prof. Patrick Zoll analysiert den Neo-Integralismus und kritisiert seine Argumente.
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