19.05.2026 | 19:00 - 21:15 Uhr
Kursteilnehmer:innen
19.05.2026 | 19:00 - 21:15 Uhr
Dieser Termin ist auf maximal 100 begrenzt
empfohlen: € 9
kostenlose Teilnahme möglich: € 0
ermäßigt: € 5
Solidarbeitrag: € 15
29208
18.05.2026 | 23:59
Dr. Thomas Steinforth
Prof. Dr. Christian Neuhäuser
Viele Menschen wären gerne reich, streben nach einem hohen Einkommen und einem großen Vermögen - und wollen immer mehr davon. Wie ist dieses Streben zu bewerten - und unter welchen Umständen kann Reichtum ein moralisches Problem sein? Oder ist die Kritik am Reichtum nur Ausdruck des Neids von Menschen, die im Streben nach Geld nicht erfolgreich sind? Und wie gerecht ist es, wenn (wie in Deutschland) die oberen zehn Prozent über rund 55 Prozent des privaten Nettovermögens verfügen oder wenn wenige Superreiche (wie in den USA) ihren finanziellen Reichtum ganz offen in politische Einflussmacht ummünzen?
An diesem Abend diskutieren wir, was Reichtum überhaupt ist, warum er so verlockend ist und wann aus einem legitimen Wohlstand ein moralisch problematischer und politisch gefährlicher Super-Reichtum wird. Und wir diskutieren Ansatzpunkte für ein (nicht zuletzt politisches) Handeln, das über moralisierende Appelle an die Einzelnen hinausgeht: Wie können wir erreichen, dass alle Menschen genug fü ein menschenwürdiges Leben haben und dass Menschen nicht zu wenig, aber eben auch nicht zu viel haben?
Prof. Dr. Christian Neuhäuser ist Professor für Praktische Philosophie an der TU Dortmund. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Theorien der Würde, Theorien der Verantwortung, Theorien des Eigentums, Wirtschaftsphilosophie, Philosophie der internationalen Politik. Zu den Veröffentlichungen zählen "Reichtum als moralisches Problem" (Suhrkamp, 2018) und "Wie reich darf man sein? Über Gier, Neid und Gerechtigkeit" (Reclam, 2019).
Ein Angebot im Rahmen unserer Reihe "ETHIK | einfach spannungsreich"
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