15.06.2026 | 19:30 - 21:45 Uhr
Kursteilnehmer:innen
15.06.2026 | 19:30 - 21:45 Uhr
Dieser Termin ist auf maximal 200 begrenzt
Kursgebühr: € 9
29233
15.06.2026 | 16:00
Prof.in Dr. Marianne Heimbach-Steins
Dr. Lukas Brand
Mit der Enzyklika "Magnifica humanitas" legt Papst Leo XIV die erste umfassende Antwort der katholischen Kirche auf die Herausforderungen Künstlicher Intelligenz (KI) vor. Die breite Rezeption bereits in den ersten Tagen und auch außerhalb der Kirche zeigt: Der Papst wird als eine Stimme wahrgenommen, die sich verständlich, kompetent und differenziert zu einem komplexen Thema äußert.
Zugleich zeigt die erste Enzyklika des Papstes, von welchem Bild des Menschen er sich leiten lässt, wie er sich selbst in der Tradition der katholischen Soziallehre verortet, wie er mit Hilfe ihrer Prinzipien die Gegenwart analysiert und Leitplanken für die Zukunft beschreibt - nicht nur mit Blick auf die KI, sondern auch auf andere, z.B. friedensethische Fragen. Das Schreiben liest sich wie ein Programm und lässt erkennen, welche theologischen und sozialethischen Schwerpunkte Papst Leo XIV setzen möchte.
In dieser Abendveranstaltung mit bewusst etwas zeitlichem Abstand und unter Einbeziehung der ersten Reaktionen und Deutungen fragen wir, wie sich die Enzyklika in die katholische Soziallehre einfügt, inwiefern sie einen Meilenstein darstellt (ähnlich wie die Enzyklika "Rerum novarum" vor genau 135 Jahren) und wie sie die Soziallehre so aktualisiert, dass sie auch heute Orientierung bietet. Zugleich sollen insbesondere die Ausführungen zur KI erörtert werden:
Welche der päpstlichen Analysen, Bewertungen und Vorschläge sind besonders bedenkenswert, vielleicht auch überraschend?
Worin besteht die im Titel angesprochene "Größe" des Mensch-Seins, wie verhält sie sich zur Verletzlichkeit des Menschen - und was folgt daraus für die Gestaltung der KI?
Wo bietet die Enzyklika hilfreiche Orientierung, wo greift sie vielleicht zu kurz?
Kursteilnehmer:innen
Gesamtsumme
inkl. MwSt.