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Mi, 08.07.2026, 19.00 - 21.15 Uhr

Demokratie und Ethik

"Moon first!" - Weltraumkolonisierung und Technofaschismus

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Die Veranstaltungsreihe "Error 404: Democracy not found" untersucht die vielschichtigen Spannungsfelder zwischen Demokratie und Digitalisierung

Die Rückkehr zum Mond, die Besiedelung des Mars, der Aufbau einer Infrastruktur im All - die Pläne von Elon Musk und Jeff Bezos klingen futuristisch, bestimmen aber einen ganz gegenwärtigen Perspektivwechsel im Silicon Valley. Während die Weltverbesserung und das Lösen gesellschaftlicher Probleme lange ein Verkaufsargument der Technologen waren, projektieren sie nun extraterrestrische Lösungen, die sich von den Schwerkräften der Erde und ihrer Probleme selbst ablösen. Sie erhalten dabei auch staatliche Unterstützung: "Wir werden unser offenkundiges Schicksal ("manifest Destiny") in den Sternen verfolgen und amerikanische Astronauten entsenden, um die Flagge auf dem Mars zu hissen" verkündete der US-Präsident Donald Trump in seiner Antrittsrede 2025.
Der Vortrag von Anna-Verena Nosthoff und Felix Maschewski beleuchtet die historischen, ästhetischen und ideologischen Hintergründe dieser imaginierten Zukünfte der Tech-Oligarchen. Es geht ihnen nicht nur um technologische Visionen, sondern vor allem um machtpolitische Motive. Sie zeigen, wie libertäre Träume vom freien Weltraum in autoritäre beziehungsweise technofaschistische Politiken kippen. Welche Fluchtphantasien verbergen sich hinter der Weltraumkolonisierung - und welche irdischen Probleme werden dabei aus dem Blick verdrängt? Der Vortrag zeigt, wie sich Tech-Eliten von demokratischen Prozessen und sozialer Verantwortung abwenden und stattdessen extraterrestrische Auswege suchen. In den Worten Elon Musks: "Moon first!"

Prof. Dr. Anna-Verena Nosthoff ist Juniorprofessorin für Ethik der Digitalisierung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Ko-Direktorin des Critical Data Lab (Humboldt-Universität/Universität Oldenburg).

Felix Maschewski ist Kultur-, Literatur- und Wirtschaftswissenschaftler und Ko-Direktor des Critical Data Labs (HU Berlin). Er lehrt aktuell an der Universität Basel (zuletzt FU Berlin), ist affiliated Researcher am Institute of Network Cultures (Amsterdam) und war Visiting Researcher an der Princeton University.

Solidarmodell
Im Solidarmodell kalkuliert die Domberg-Akademie eine empfohlene Teilnahmegebühr.
Um allen Interessierten die Teilnahme an den Angebote offen zu halten, ist es möglich, die Veranstaltung kostenfrei oder ermäßigt zu besuchen.
Wem es möglich ist, andere Teilnehmende mitzufinanzieren, kann freiwillig mehr bezahlen.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts Kompetenzzentrum Demokratie und Menschenwürde der Katholischen Kirche Bayern

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus.

Allgemeines

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Termin

Mi, 08.07.2026, 19.00 - 21.15 Uhr

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Verantwortlich

Kai Kallbach

Referent:in

Prof. Dr. Anna-Verena Nosthoff
Felix Maschewski

Teilnehmendenzahl

Dieser Termin ist auf maximal 300 begrenzt

Kosten

ermpfohlen: €9
kostenlose Teilnahme möglich: €0
ermäßigt: €5
Solidarbeitrag: €15

Kursnummer

29209

Anmeldeschluss

08.07.2026 18:59

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