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Di, 27.10.2026, 19.00 - 21.15 Uhr

Religion und Kirche

Konversionsbehandlungen. Biografische und empirische Einblicke und Konsequenzen für die Queerpastoral

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Konversionspraktiken sind medizinische, psychiatrische, psychologische, religiöse oder sonstige Interventionen, die darauf abzielen, die sexuelle Orientierung, die Geschlechtsidentität oder den Geschlechtsausdruck einer Person zu verändern oder zu unterdrücken. Konversionspraktiken werden regelmäßig als schädlich, unwirksam und pseudowissenschaftlich beschrieben. In religiösen Kontexten umfassen sie häufig Gebete, Befreiungs- oder Heilungsgottesdienste und Exorzismen, die als spirituelle Gewalt einzustufen sind.
Der gesetzliche Schutz hat Lücken: In Deutschland schützt das "Gesetz zum Schutz vor Konversionsbehandlungen" lediglich Minderjährige, während in Österreich und der Schweiz immer noch über neue Gesetze debattiert wird. Mit dem Synodalen Weg und der Schweizer Bischofskonferenz haben sich kirchliche Gremien deutlich gegen Konversionsbehandlungen positioniert. Gleichzeitig unterstützen die katholischen Bischofskonferenzen in Polen und der Slowakei sie als offizielle Maßnahme in der Seelsorge von LSBTI+-Personen.
Auf der Grundlage von neuen empirischen Daten und dem Bericht eines Überlebenden einer Konversionsbehandlung wollen wir folgende Fragen klären:
Wie viele queere Menschen sind von Konversionsbehandlungen betroffen? Unter welchen Voraussetzungen lassen sie sich darauf ein und welche Auswirkungen hat das für ihr Leben? Wieso kommt es vor allem in Familien und Religionsgemeinschaften zu Konversionsmaßnahmen und in welchen religiösen Kontexten ist dies besonders häufig? Wie hat sich die Haltung zu Konversionsbehandlungen in der kath. Kirche entwickelt und inwieweit ist die Begleitung von Überlebenden eine Aufgabe der Queerpastoral?

Allgemeines

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Termin

Di, 27.10.2026, 19.00 - 21.15 Uhr

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Verantwortlich

Dr. Claudia Pfrang

Referent:in

Dr. Klemens Ketelhut
Jaroslav Reichl Lorman
Dr. Michael Brinkschröder

Teilnehmendenzahl

Dieser Termin ist auf maximal 300 begrenzt

Kosten

empfohlen: €9
kostenlose Teilnahme möglich: €0
ermäßigt: €5
Solidarbeitrag: €15

Kursnummer

29234

Anmeldeschluss

Di., 27.10.2026, 16:00

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