Mo, 23.02.2026, 19.00 - 21.15 Uhr

Demokratie und Ethik

Innere Sicherheit neu denken: demokratische Polizeikritik zwischen Reform und Überwindung

Die Veranstaltung beleuchtet kritisch die Rolle der Polizei in der demokratischen Gesellschaft, diskutiert Probleme aktueller Polizeipraxis, Möglichkeiten von Reform bis Überwindung sowie denkbare Alternativen zu repressiven Sicherheitsstrukturen und fragt, wie innere Sicherheit gerecht und inklusiv gestaltet werden kann.
Die Online-Veranstaltungsreihe zum Saisonthema "Sicher ist sicher? Wie mit Bedrohungen umgehen und Vertrauen finden“ greift verschiedene Perspektiven von Sicherheit und Unsicherheit auf.

Die Polizei gilt vielen als zentrale Institution zur Gewährleistung innerer Sicherheit und verfügt über das (inner-)staatliche Gewaltmonopol. Doch während einige Menschen in ihr eine schützende Instanz sehen, erleben andere sie als Bedrohung oder als Quelle von Diskriminierung. Zahlreiche Skandale - etwa das Ermittlungsversagen im Zusammenhang mit dem sogenannten NSU-Komplex, rechtsextreme Verstrickungen innerhalb der Polizei oder übermäßige Polizeigewalt - haben die sozialwissenschaftliche Debatte darüber verschärft, welche Rolle diese Institution in einer demokratischen Gesellschaft spielen kann und sollte.
Mit Prof. Dr. Daniel Loick und Marie-Theres Piening greifen wir diese Diskussion auf: Es wird erörtert, wie die Polizei reformiert werden kann oder ob tiefgreifendere Veränderungen notwendig sind, die über Reformen hinausgehen:
Welche Probleme zeigen sich in der aktuellen Polizeipraxis? Wessen Sicherheit wird durch polizeiliches Handeln geschützt? Wie können bestehende Strukturen weiterentwickelt werden, um Vertrauen in einer vielfältigen Gesellschaft zu stärken? Welche Alternativen zu repressiven Sicherheitsstrukturen sind denkbar, und wie können Sicherheit, Gerechtigkeit und soziale Teilhabe jenseits polizeilicher Kontrolle gestaltet werden?
Gemeinsam erkunden wir, wie innere Sicherheit in unserer Gesellschaft demokratisch und gerecht gestaltet werden könnte.

Prof. Dr. Daniel Loick ist Associate Professor für Politische Philosophie und Sozialphilosophie an der Universität Amsterdam. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Sozialphilosophie und politische Philosophie. Insbesondere beschäftigt er sich mit Kritiken der Staatsgewalt sowie Politiken der Lebensform und Gegen-Gemeinschaften.

Marie-Theres Piening hat Gesellschaftstheorie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena studiert und arbeitet seit 2019 als Soziologin. Ihre Forschungsinteressen bewegen sich zwischen politischer Soziologie und kritischer Kriminologie. Aktuell forscht sie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main zu Kontrolle der Polizei und Kritik der Staatsgewalt.


Solidarmodell

Im Solidarmodell kalkuliert die Domberg-Akademie eine empfohlene Teilnahmegebühr.
Um allen Interessierten die Teilnahme an den Angeboten offen zu halten, ist es möglich, die Veranstaltung kostenfrei oder ermäßigt zu besuchen.
Wem es möglich ist, andere Teilnehmende mitzufinanzieren, kann freiwillig mehr bezahlen.


Die Online-Veranstaltungsreihe zum Saisonthema "Sicher ist sicher? Wie mit Bedrohungen umgehen und Vertrauen finden“ wird von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert. Die Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke e.V. (AKSB) ist anerkannter Träger der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Domberg-Akademie ist Unterträger der AKSB.

Allgemeines

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Kooperationspartner

Termin

Mo, 23.02.2026, 19.00 - 21.15 Uhr

Verantwortlich

Kai Kallbach

Referent:in

Prof. Dr. Daniel Loick
Marie-Theres Piening

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Teilnehmendenzahl

Dieser Termin ist auf maximal 300 begrenzt

Kursnummer

29061

Kosten

kein Beitrag: €0
ermäßigt: €5
empfohlen: €9
Solidarbeitrag: €15

Anmeldeschluss

Montag, 23. Februar 2026 - 18:00

Anmeldung unter

zur Anmeldung

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Kompetenzzentrum Demokratie und Menschenwürde

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Verantwortlich: Kai Kallbach
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