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Netzwerkorientierung

In sozialen Netzwerken eingebunden zu sein, entlastet und gibt Kraft. Netzwerkorientierung bedeutet, aktiv nach Hilfe und Unterstützung zu suchen

> 1000

In der COPSY-Studie wurden mehr als 1000 Kinder und Jugendliche sowie mehr als 1600 Eltern befragt.

7-17

Die Befragten bilden die Bevölkerungstruktur von Familien mit Kindern im Alter von 7-17 Jahren ab

85 %

der befragten Kinder fühlen sich laut Untersuchung in der Corona-Krise belastet

COPSY-Studie
Netzwerke fehlen als wertvolle Ressource
Pressemitschnitt Ergebnisse der bundesweiten COPSY-Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf
Schlüssel zu mehr Resilienz

Unterstützung und Hilfe holen

Netzwerke knüpfen und pflegen wird dann zu einem Schlüssel zu mehr Resilienz, wenn sie mit einer anderen Fähigkeit verknüpft ist: mit der Fähigkeit, sich aktiv Unterstützung holen zu können.

Fällt es Ihnen leichter, jemanden um Hilfe zu bitten oder jemandem zu helfen?

Helfen ist etwas Schönes. Es hinterlässt ein gutes Gefühl. Menschen, die anderen helfen wollen, sind die Basis allen freiwilligen Engagements. Jedoch sehen wir immer wieder, dass es viel mehr hilfewillige als hilfesuchende Menschen gibt. So schossen im 1. Lockdown Einkaufshilfen wie Pilze aus dem Boden – und mussten oft enttäuscht feststellen, dass es dafür gar nicht die entsprechende Nachfrage gab. Helfen kann auch ein Gefühl der Macht geben und das beruhigende Gefühl, ein Guthabenpolster zu haben.

Die höhere Kunst ist es für die meisten, um Hilfe zu bitten. Denn das zeigt uns verletzlich und bedürftig.

Doch lebendige soziale Netzwerke brauchen beides. Helfende und Hilfesuchende erleben in ihrer Austauschbegegnung einen Moment der Verbundenheit. Die Qualität von Netzwerken kommt insbesondere dann ins Spiel – Achtung: nächste Herausforderung! – wenn die hilfesuchende Person nicht gleich im Kopf hat, wie sie dem anderen die Hilfe „heimzahlen“, also ausgleichen kann, sondern sich mit einem schlichten „Danke“ begnügt. Denn dann kann die Qualität von Netzwerken wirken: mit dem Vertrauen, dass es einen Ausgleich irgendwo anders in den Knotenpunkten des Netzes geben wird und damit das ganze Netz insgesamt ausbalanciert ist.

Genau betrachtet, setzt das Bitten um Hilfe Vertrauen in sich selbst und Vertrauen in andere voraus, während der oder die Helfende aus ihrer Wohltat Anerkennung bezieht. So kann die Hilfe suchende Person als die eigentlich starke gesehen werden, die dem Gegenüber zu einem guten Gefühl verhilft. Ein Netzwerk braucht beide Seiten. In der Interaktion entsteht Dankbarkeit.

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