Unter dem Titel "Den Tisch in die Mitte rücken" eröffnen wir erneut einen ökumenischen Werkraum für Kirchentransformation, schaffen Raum zum Austauschen und Weiterspinnen, zum Hinüberschauen und Hinübergehen. Gemeinsam stellen wir den Tisch in die Mitte - und schauen, was passiert.
Die Kirchen in Deutschland stehen vor großen Veränderungen. Diese Umwälzungen werden kurz- oder mittelfristig alle Gemeinden Süddeutschlands und im Alpenraum betreffen. Auch diejenigen, die bislang vielleicht auch dank ihrer tief verankerten Volksfrömmigkeit vermeintlich vor den Veränderungen noch "verschont" blieben. In der spezifischen Prägung unserer Region liegt - so glauben wir - ein Potenzial, das bisher erst in Ansätzen gehoben wurde.
Wir laden Sie ein zu unserer zweiten hinüber Manufaktur. Wir wollen gemeinsam Ideen bedenken und entwickeln, wie Kirche anders werden kann. Jede:r kann eigene Erfahrungen und Kreativität mit- und einbringen.
Wir schaffen Raum zum Austausch und Weiterspinnen, zum Blick über den Tellerrand und für Inspirationen. Zum Hinüberschauen und Hinübergehen. Gemeinsam stellen wir den Tisch in die Mitte – und schauen, was passiert.
Der Tisch ist mehr als ein Möbelstück.
Er ist der Ort, an dem wir essen, erzählen und das Leben feiern.
Hier wächst Gemeinschaft, werden (Streit-)Gespräche geführt und Zukunft geplant.
Hier teilen wir Hoffnungen – und erinnern uns an den Ursprung von Kirche:
Menschen, die sich um den Tisch versammeln, Brot und Geschichten miteinander teilen.
Bei unserer zweiten hinüber Manufaktur fragen wir:
An welchen Tischen nehmen Menschen noch Platz?
Welche Tische braucht es in einer sich wandelnden Welt?
Wie können wir den Tisch – und damit das Leben – neu in die Mitte rücken?
Gemeinsam wollen wir den Tisch als Symbol für Begegnung, Liturgie, Transformation und den Kern des Christlichen neu denken.
Denn vielleicht passiert genau dort, wo wir ihn hinstellen, das Unerwartete.
Aktuelles Programm
Donnerstag, 24. September
12:00 Uhr Ankommen und Imbiss
13:00 Uhr Beginn und Einführung
EXPLORATION - vorfinden
14:00 Uhr An welchen Tisch setze ich mich gerne? Reflexion über Transformationstypen
15:00 Uhr Austausch im Plenum
15:30 Uhr Kaffeepause
INSPIRATION - auseinanderbauen
16:00 Uhr Impuls: Der Tisch in der Mitte. Im Dialog mit einer:m Liturg:in und Exeget:in
17:00 Uhr Tellerrandgespräche: Fokussiert auf die Kraft des Tuns
18:30 Uhr Abendessen
20:00 Uhr Der Tisch als Chance für kirchliche Transformation. Ein Gespräch über Zukunftsvisionen und Erfahrungen
21:30 Uhr Offener Abendausklang
Freitag, 25. September
09:00 Uhr Impuls
09:30 Uhr Hinübergehen: Geschichten von Drüben
10:30 Uhr Pause
KONSPIRATION – neu zusammensetzen
11:00 Uhr ALPEN-SALZ-LAB: Barcamp I
12:30 Uhr Mittagessen
13:30 Uhr ALPEN-SALZ-LAB: Barcamp II
15:00 Uhr Kaffeepause
15:30 Uhr Speaker's Corner
16:00 Uhr ABSCHLUSS und ENDE
Unsere Referent:innen der zweiten hinüber Manufaktur
An welchen Tisch setze ich mich gerne? Reflexion über Transformationstypen:
Prof. Dr. Christian Bauer, Professor für Pastoraltheologie
Der Tisch in der Mitte. Im Dialog mit einer:m Liturg:in und Exeget:in:
Prof. Dr. Thomas Söding, Seniorprofessor für Neues Testament
Der Tisch als Chance für kirchliche Transformation. Ein Gespräch über Zukunftsvisionen und Erfahrungen:
Ruth Huber, Ordinariatsdirektorin
Thomas Prieto Peral, Regionalbischof im Kirchenkreis München und Oberbayern
Hinübergehen: Geschichten von Drüben:
Mehr als ein Ort des Essens:
Der Tisch als Raum für Begegnung und Transformation
Mehr als Tradition:
Der Tisch als Experimentierfeld für neue Formen von Gemeinschaft und Feiern
Mehr als Ritual:
Der Tisch als Einladung, das Leben zu teilen – mit all seinen Ambivalenzen
Mehr als Kirche im statischen Sinn:
Der Tisch als Brücke zwischen Kirche und Gesellschaft
… damit Kirche anders wird.
Am 15. und 16. Mai 2025 fand im Kloster Beuerberg die erste „hinüber“-Manufaktur statt – ein neues Format für kirchliche Veränderungsprozesse. Rund 80 Teilnehmende aus Deutschland, Österreich und Südtirol – Haupt- und Ehrenamtliche, katholisch wie evangelisch – kamen zusammen, um über die Zukunft von Kirche in Zeiten des Umbruchs zu reflektieren.
Das hinüber-Netzwerk greift diese Situation auf und stellt drei Fragen:
Was ist hinüber? – Was retten wir hinüber? – Wie kommen wir hinüber?
Im Zentrum steht die Suche nach einer gelingenden Transformation von Kirche und Gesellschaft.
Bei der ersten hinüber-Manufaktur am 15./16. Mai 2025 im Kloster Beuerberg kamen rund 80 Teilnehmende aus Deutschland, Österreich und Südtirol zusammen – Haupt- und Ehrenamtliche, katholisch wie evangelisch. Unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Bauer folgten sie drei Schritten: Exploration, Inspiration und Konspiration.
Schnell wurde klar: Viele Formen und Strukturen sind überholt, die Botschaft Jesu aber bleibt lebendig. Kirche hat eine gesellschaftliche und kulturelle Verantwortung und kann neue Wege finden – durch Vernetzung im Sozialraum, Kooperationen, offene Räume und kreative, synodale Prozesse.
Beispiele wie das „Bunte Haus Miesbach“ zeigten, wie Kirche dort lebendig wird, wo sie sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Zukunftsfähige Kirche, so Bauer, „passt in ein Wohnzimmer“ – sie lebt aus Gemeinschaft, Diakonie, Zeugnis und Spiritualität.
Die Manufaktur machte Mut, alte Grenzen zu überwinden, Neues auszuprobieren und Kirche als offenen Raum zu gestalten. Sie bot Inspiration, Vernetzung und viele Impulse für lokale Veränderungen – und weckte den gemeinsamen Wunsch, weiterzugehen und nach einem neuen Heimatsound zu suchen, in dem Altes und Neues miteinander klingen.
Mo, 10.11.2025, 19.00 - 20.30 Uhr:
Der stellv. Seelsorgeamtsleiter aus Salzburg, Johannes Wiedecke, erzählt seine Drüben-Stories und erläutert, welche Haltung dahinter steckt. Warum brauchen wir Church Planting?
Wie Transformation konkret werden kann, zeigt die Pfarrei Pasing eindrucksvoll: Sie hat unsere hinüber Manufaktur aufgegriffen und mit eigenen Ideen weitergeführt.
Die Projektgruppe ist gebildet und trifft sich zum ersten Mal im November 2025. Im Anschluss werden die ersten Ergebnisse veröffentlicht.
Ausgabe: November-Dezember 2025, Gemeinde creativ
Auf der Suche nach dem Heimatsound - Kirche im Wandel
13.11.2025 Blog - Ein Nachbericht
Auf der Suche nach dem Heimatsound
05.08.2025 innehalten
Kirche wird anders – aber wie?
30.06.2025 Pressemitteilung
hinüber – Neues Netzwerk für Kirchentransformation im Süden Deutschlands gestartet
Unsere Referent:innen der ersten hinüber Manufaktur
Tellerrandgespräche:
Künstlerische Auseinandersetzung
Geschichten von Drüben
Alpen-Salz-Lab