Am 15. und 16. Mai 2025 fand im Kloster Beuerberg die erste „hinüber“-Manufaktur statt – ein neues Format für kirchliche Veränderungsprozesse. Rund 80 Teilnehmende aus Deutschland, Österreich und Südtirol – Haupt- und Ehrenamtliche, katholisch wie evangelisch – kamen zusammen, um über die Zukunft von Kirche in Zeiten des Umbruchs zu reflektieren.
Wir leben in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen, in der Sicherheiten schwinden und vertraute Strukturen zerfallen. Auch die Kirchen spüren diesen Wandel: Über die Hälfte der Bevölkerung bezeichnet sich als religionslos, während viele Engagierte zugleich nach neuen Formen des Glaubens suchen.
Das hinüber-Netzwerk greift diese Situation auf und stellt drei Fragen:
Was ist hinüber? – Was retten wir hinüber? – Wie kommen wir hinüber?
Im Zentrum steht die Suche nach einer gelingenden Transformation von Kirche und Gesellschaft.
Bei der ersten hinüber-Manufaktur am 15./16. Mai 2025 im Kloster Beuerberg kamen rund 80 Teilnehmende aus Deutschland, Österreich und Südtirol zusammen – Haupt- und Ehrenamtliche, katholisch wie evangelisch. Unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Bauer folgten sie drei Schritten: Exploration, Inspiration und Konspiration.
Schnell wurde klar: Viele Formen und Strukturen sind überholt, die Botschaft Jesu aber bleibt lebendig. Kirche hat eine gesellschaftliche und kulturelle Verantwortung und kann neue Wege finden – durch Vernetzung im Sozialraum, Kooperationen, offene Räume und kreative, synodale Prozesse.
Beispiele wie das „Bunte Haus Miesbach“ zeigten, wie Kirche dort lebendig wird, wo sie sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Zukunftsfähige Kirche, so Bauer, „passt in ein Wohnzimmer“ – sie lebt aus Gemeinschaft, Diakonie, Zeugnis und Spiritualität.
Die Manufaktur machte Mut, alte Grenzen zu überwinden, Neues auszuprobieren und Kirche als offenen Raum zu gestalten. Sie bot Inspiration, Vernetzung und viele Impulse für lokale Veränderungen – und weckte den gemeinsamen Wunsch, weiterzugehen und nach einem neuen Heimatsound zu suchen, in dem Altes und Neues miteinander klingen.
Mo, 10.11.2025, 19.00 - 20.30 Uhr:
Der stellv. Seelsorgeamtsleiter aus Salzburg, Johannes Wiedecke, erzählt seine Drüben-Stories und erläutert, welche Haltung dahinter steckt. Warum brauchen wir Church Planting?
Wie Transformation konkret werden kann, zeigt die Pfarrei Pasing eindrucksvoll: Sie hat unsere hinüber Manufaktur aufgegriffen und mit eigenen Ideen weitergeführt.
Die Projektgruppe ist gebildet und trifft sich zum ersten Mal im November 2025. Im Anschluss werden die ersten Ergebnisse veröffentlicht.
Ausgabe: November-Dezember 2025, Gemeinde creativ
Auf der Suche nach dem Heimatsound - Kirche im Wandel
13.11.2025 Blog - Ein Nachbericht
Auf der Suche nach dem Heimatsound
05.08.2025 innehalten
Kirche wird anders – aber wie?
30.06.2025 Pressemitteilung
hinüber – Neues Netzwerk für Kirchentransformation im Süden Deutschlands gestartet
Unsere Referent:innen der hinüber Manufaktur
Tellerrandgespräche:
Künstlerische Auseinandersetzung
Geschichten von Drüben
Alpen-Salz-Lab